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JOCHEN STENGER MOMENTI ITALIANI
28.04.2007 – 02.06.2007
Claus Dieter Geissler

"… ich habe den Gegenstand verlassen.
Wege der Abstraktion."
Platin-Palladium-Edeldrucke

In seinen neuesten Arbeiten vertieft C. D. Geissler die Beschäftigung mit abstrakter Komposition. So bilden die beiden hier gezeigten Serien eine Schnittstelle zwischen Malerei und Fotografie, indem die Gegen-ständlichkeit der Fotografie immer mehr in den Hintergrund tritt und Komposition, die Gestaltung des Bildes an Bedeutung gewinnt. Ebenfalls gemeinsam beiden Serien ist die intensive Vorarbeit, bei der das bereits vollständig erdachte Bild zunächst als Skizze festgehalten wird, um dann in einer genau ausgearbeiteten Installation aus Licht und Schatten im Studio zum fertigen Bild umgesetzt zu werden.

Die Serie 'Auf der Entstehungslinie' aus dem Jahr 2005 greift die Anfänge auf. Wenn Kinder malen, beginnen sie mit einer waagerechten Linie, auf die dann ein Haus, ein Baum, ein Schiff gesetzt wird. Das Bild entsteht. Geissler nun nimmt diese Linie und baut sie als wichtigstes kompositorisches Element in seine Bilder ein. Dabei entwirft er einen Spannungsbogen aus 27  9 x 12 cm Platin-Palladium-Prints, der vom klar Erkennbaren immer mehr abstrahiert - er führt vom Gegenstand  selbst zu dessen Form.

Auch in der neusten Serie 'Der Felsen in meinem Atelier´ (2006) geht es um die Form. Der Einfluss des Bauhauses spürbar, schaffen hier die Gegensätze und Widersprüche Harmonie. Spitz trifft auf Rund, Schärfe und Unschärfe ergänzen sich und Hell gleicht Dunkel aus. Der Felsen – ein alter Betonsockel für eine Maschine – ist hier das Fundament für eine Serie aus zehn 49 x 59 cm Platin-Palladium-Prints, deren konzentrierte Formensprache die Fotografie als ein Abbild der Wirklichkeit mit den Freiheiten der Malerei vereint.

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