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JOCHEN STENGER MOMENTI ITALIANI
14.11. - 12.12.2010
Ilona Drechsel-Avédikian
Richard Avédikian
"Mit Koffer und Kamera"

Reisen ohne Kamera? Eine unvorstellbare Situation für das Fotografenehepaar
Ilona Drechsel - Avédikian und Richard Avédikian.

Seit vielen Jahren reisen sie geschäftlich oder privat zusammen durch die Welt,  um ihre vielfältigen fotografischen Eindrücke von fremden Kulturen zurückzubringen auf die sie neugierig sind. Dafür sind sie nicht nur mit dem Koffer, sondern immer auch mit einer kompletten Kameraausrüstung unterwegs.

„Mit einer Kamera ist es oft leichter Kontakt zu den Menschen aufzunehmen, ihr Interesse zu wecken – sei es an der Person des Fotografen oder um etwas über seine Motivation zu erfahren, warum ihn diese Stadt oder dieses Land reizt. Es ist dann ein leichter Schritt mit  Einheimischen ins Gespräch zu kommen und somit mehr über Land und Leute zu erfahren.“

Viele interessante Situationen haben beide Fotografen während diesen Reisen erlebt – selten  auch mal weniger schöne - Verhaftung inklusive.

Trotz allem gehen beide das gleiche Sujet meist unterschiedlich an.

Die Künstlerin Ilona Drechsel-Avédikian konzentriert sich nicht auf die objektive Wiedergabe der von jedermann sichtbaren Wirklichkeit, sondern auf Eindrücke und Motive, die meist im Alltag übersehen werden. Ihre fotografischen Werke zeigen Licht- und Schattenspiele, zum Teil auf den ersten Blick banal wirkende Motive, die dann doch zum Nachdenken anregen. Dabei werden auch  Konventionen über Bord geworfen, um die Aufnahmen mit einer neuen Ästhetik zu gestalten und um in eine neue künstlerische Dimension zu gelangen.

Sie findet z.B. am Ende einer Feriensaison menschenleere verlassene Strände mit Sonnenschirmen oder Liegestühlen, deren  Karkassen vage an ihr früheres würdevolles Dasein erinnern. Oder sie begeistert sich in beliebten Ferienparadiesen – die immer weiter expandieren – an unfertigen, geisterartigen und weiß getünchten Neubauskeletten und sucht in ihnen  geometrische Formen.

Das künstlerische Schaffen von Richard Avédikian zeichnet sich durch zeitlose, Ruhe ausstrahlende Architektur-  und Landschaftsaufnahmen aus, die durch spontane ungestellte Portraitfotografie ergänzt wird. Die in dieser Ausstellung gezeigten Portraits aus vielen unterschiedlichen Ländern zeugen von einer positiven Kommunikation zwischen Fotografen und fotografierter Person. Sie entstanden meist während eines Gespräches mit dem oder den aufgenommenen Menschen. Das Interesse an ihm und an seiner Arbeit spielt dabei auch eine große Rolle. Dies erklärt auch, weshalb die Menschen auf seinen Bildern entspannt und natürlich wirken. Durch seine konzentrierte Beschäftigung mit Nordafrika und dem Nahen Osten, reiht sich der Künstler in die lange Liste der Orientfotografen ein.

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